Individuell angepasster Teilnahmeprozess
In den letzten Jahren mussten Sie aufgrund Ihrer Erkrankung erhebliche Einbußen hinnehmen: Ihre Gesundheit, Ihre Arbeit und einen Teil Ihres Einkommens. Auch Ihr soziales Leben hat sich verändert. Die Auswirkungen Ihrer Erkrankung sind tiefgreifend. Die Zeit um Ihren Antrag auf Erwerbsminderungsrente (Work and Income according to Capacity for Work – WIA) ist oft von Unsicherheit und Belastung geprägt. Die WIA-Entscheidung bringt einen Moment der Klarheit und Ruhe. Doch dann tauchen nach und nach Fragen auf, wie Sie Ihren Alltag gestalten können. Alles dreht sich weiter, und das kann sich einsam anfühlen. Sie möchten wissen, wie Sie weiterhin im Rahmen Ihrer Möglichkeiten am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wir unterstützen Sie gerne dabei, diesen Weg gemeinsam zu gehen.
Stap Vooruit bietet 80 Patientinnen und Patienten ein individuelles Unterstützungsprogramm. Als Teilnehmer/in wird Ihnen eine/r persönliche/r Fallmanager/in zugeteilt, der/die sich mit Ihnen und gegebenenfalls Ihren Angehörigen und relevanten Fachkräften trifft. Die/Der Fallmanager/in erarbeitet mit Ihnen gemeinsam, welche Unterstützung benötigt wird, welche Angehörigen oder Fachkräfte helfen können und wo zusätzliches Wissen über die Erkrankung wünschenswert ist. Bei Bedarf kontaktiert die/der Fallmanager/in weitere Fachkräfte und vermittelt zwischen allen Beteiligten, wie beispielsweise Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin, einer Gemeindeschwester/einem Gemeindepfleger, einer/einem Berater/in für Sozialleistungen (WMO) oder einer/einem Mitarbeiter/in des Nachbarschaftsteams. All dies dient dem Ziel, Ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Was beinhaltet der Beteiligungsprozess?
Das Programm dauert sechs Monate und umfasst 10 bis 12 Telefongespräche von jeweils 45 bis 60 Minuten mit dem Fallmanager. Dies entspricht etwa einem Kontakt alle zwei Wochen. Der Fallmanager ist bei Q&A Support angestellt.
Bevor Sie beginnen, füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus. Dies dauert etwa 15 Minuten. Die Fragen beziehen sich auf Ihre gesellschaftliche Teilhabe und die Auswirkungen Ihrer Symptome darauf. Sie erhalten eine Zusammenfassung Ihrer Antworten, die Sie mit Ihrem Fallmanager besprechen. Gemeinsam erfassen Sie die Auswirkungen Ihrer Erkrankung auf alle Lebensbereiche. Sie bewerten auch, welche Bereiche Ihres Lebens die größten Herausforderungen für einen positiven Lebensabschnitt darstellen. Gemeinsam legen Sie die Ziele des Unterstützungsprogramms und die damit verbundenen Maßnahmen fest. Dies wird in einem persönlichen Teilhabeplan dokumentiert, der als Leitfaden für dieses Programm dient. Ihre Fragen und Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Ihr Fallmanager informiert und berät Sie und bezieht bei Bedarf Familienmitglieder und Fachkräfte zur weiteren Unterstützung mit ein.
Nach Abschluss des Prozesses füllen Sie einen weiteren Fragebogen aus. Dieser ermöglicht es uns, zu beurteilen, wie Ihnen die Teilnahme geholfen hat und wie Sie die Unterstützung durch den Fallmanager erlebt haben.
Wer kann teilnehmen?
Patienten:
- Bei Post-COVID-, Q-Fieber- oder anderen Beschwerden nach einer COVID-19-Impfung;
- Diejenigen, die vor spätestens 1,5 Jahren (nach dem 1.8.24) eine WIA-Entscheidung mit einem Behinderungsgrad von 35-80% oder 80-100% erhalten haben;
- Diejenigen, die bereit sind, den Kurs 6 Monate lang zu absolvieren;
- Diejenigen, die den Einwilligungserklärungen und der Datenschutzerklärung zustimmen.
Wichtig zu wissen:
- Der Kurs zielt darauf ab, die Teilhabemöglichkeiten zu erweitern;
- Das Programm ergänzt ein Teilnahme- oder Wiedereingliederungsprogramm des UWV oder einer Wiedereingliederungsagentur;
- Das Verfahren dient nicht dazu, Einspruch gegen die UWV und/oder andere Rechtsstreitigkeiten einzulegen;
- Das Programm bietet keine medizinische Behandlung oder medizinische Unterstützung in Form von Konsultationen mit Ärzten oder medizinischen Beratern an;
- Nach sechs Monaten ist das Programm abgeschlossen und Sie können selbstständig weitermachen.
Registrieren
Wenn Sie teilnehmen möchten, können Sie sich vom 2. bis 22. Februar über den untenstehenden Button anmelden. Es stehen 80 Plätze zur Verfügung. Sollten sich mehr Personen anmelden als Plätze vorhanden sind, trifft das Q&A- und C-Support-Team eine Auswahl, um eine ausgewogene Verteilung der Teilnehmenden auf die verschiedenen Zielgruppen (nach COVID-19, mit Q-Fieber oder mit Symptomen nach einer COVID-19-Impfung) zu gewährleisten. Gegebenenfalls wird innerhalb einer Zielgruppe ein Losverfahren durchgeführt. Sie erhalten bis zum 27. Februar eine Benachrichtigung, ob Sie teilnehmen können. Die Teilnahme läuft von März bis August 2026.
Hinweis: Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten Sie jedoch, das gesamte Programm zu absolvieren. Bitte beachten Sie, dass das Programm einen gewissen Aufwand erfordert.
- Ausfüllen von zwei Fragebögen (2 x 15 Minuten);
- Alle zwei Wochen ein Treffen mit dem Fallmanager (45 – 60 Minuten);
- Vereinbarungen einhalten, um Ihre Ziele zu erreichen.
Haben Sie Fragen zu Stap Vooruit? Senden Sie eine E-Mail an stepforward@c-support.nu
Bewertung und Beratung
Stap Vooruit verwendet zwei Fragebögen für die Teilnehmenden. Dies ist notwendig, um Ihre Situation genau zu verstehen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Mithilfe der Fragebögen analysieren wir außerdem die Wirkung der intensiven Unterstützung. So können wir erkennen, welche Maßnahmen besonders gute Ergebnisse erzielen. Ihre Daten werden dabei anonymisiert, sodass Ihre Antworten nicht auf Sie zurückgeführt werden können.
Wir evaluieren den Prozess gemeinsam mit Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie Patientenorganisationen. Auf Grundlage der gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse werden wir dem Ministerium für Soziales und Beschäftigung Empfehlungen zur Optimierung von Teilhabe- und Wiedereingliederungsprogrammen und zur Ermittlung des Mehrwerts des Einsatzes eines Fallmanagers unterbreiten.
Mehr über die Verarbeitung Ihrer Daten können Sie in der Einwilligungserklärung und der Datenschutzerklärung nachlesen.
Hintergrund und Finanzierung
Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales und Beschäftigung finanziert. Anlass war die Van-Weyenberg-Änderung, die die Berücksichtigung von Menschen forderte, die Jahre nach der COVID-19-Pandemie arbeitsunfähig sind. Dies gilt auch für Menschen mit anderen Folgeerkrankungen nach einer Infektion. Durch intensive, individuelle Unterstützung prüfen wir, ob sich die Wiedereingliederung in die Gesellschaft verbessert.