Was ist MCAS?
MCAS steht für MastzellaktivierungssyndromMastzellen sind Immunzellen, die in vielen Geweben vorkommen. Sie spielen eine Schlüsselrolle im Immunsystem und bei allergischen Reaktionen. Bei MCAS sind Mastzellen, wichtige Zellen unseres Immunsystems, überaktiv. Manchmal finden sich auch vermehrt Mastzellen im Gewebe. Diese Zellen setzen Substanzen frei, die Entzündungsreaktionen auslösen, welche zu einer Vielzahl von Symptomen führen können. Diese Symptome ähneln oft allergischen Reaktionen und können verschiedene Organsysteme betreffen.
Warum ist das wichtig?
Das MCAS tritt häufig bei Erwachsenen und Kindern mit anhaltenden Symptomen nach einer Infektionskrankheit (PAIS) wie COVID-19, Q-Fieber, Lyme-Borreliose oder ME/CFS auf. Das Risiko, ein MCAS zu entwickeln, ist auch bei bestimmten Bindegewebserkrankungen und bei anhaltenden Symptomen nach einer COVID-19-Impfung erhöht. Dennoch wird die Erkrankung oft übersehen. Eine frühzeitige Diagnose hilft, die Symptome besser zu verstehen und eine angemessene Behandlung einzuleiten.
Was steht im Datenblatt?
- Erklärung, was MCAS ist und wie es sich entwickelt
- Merkmale und Symptome im Zusammenhang mit MCAS
- Wie man MCAS erkennt und diagnostiziert
- Mögliche Auslöser und Ursachen
- Beratung und Behandlungsmöglichkeiten, wie z. B. Vermeidung von Auslösern und Medikamente (z. B. Antihistaminika oder Mastzellstabilisatoren)
Für wen sind diese Informationen bestimmt?
Dieses Informationsblatt richtet sich sowohl an medizinisches Fachpersonal als auch an Patienten. Medizinisches Fachpersonal erhält praktische Hinweise zur Erkennung und Behandlung, während Patienten Tipps zum besseren Umgang mit Symptomen und Auslösern finden. Das Informationsblatt (beidseitig im A4-Format) kann unten digital eingesehen werden. Patienten können es auch ausdrucken und zu ihrem Arzt, zur Schule oder zu anderen Personen in ihrem Umfeld mitnehmen, um diese über MCAS und mögliche Einschränkungen als Patient zu informieren.
Haben Sie Fragen? Besprechen Sie diese mit Ihrem Arzt oder Hausarzt. Gesundheitsdienstleister können sich bei Fragen an den C-Support wenden.